Finde es heraus.

Donnerstag, 17. Mai 2012

Klick & die Liebe.



Play me.


Klick & die Liebe

Wann weißt du wenn es Klick macht? 
Eine Frage, der letzten Woche.

Wann ? 
Wenn der Schalter sich umlegt und alles rückwärts geht und das mit Absicht?
Ich weiß es nicht.  

Dies´ war meine Antwort und auch das Gefühl was dahinter steht. 
Wir sehnen uns nach großen Gefühlen und sind nicht  bereit für kleine Worte.
Für das: “ Ich bin da für dich“ und  das „ Egal was kommt und dennoch…“. 
Jede Verbindlichkeit macht uns Löcher  in unsere Bäuche, denn es bedeutet im Schnellen, einen Gang  zurück.
Jedes WENN und jedes ABER, hätte Schwierigkeiten mit seinem Freund der da heißt : „Ich-lege-mich-fest.“

Schnitt.

Die Nächte sind lau, leicht dahin geliebt, mit heißen Gedanken und Fliedergeruch in den vorbei wehenden Haaren, wenn man einander streift.
Das Leben ist so leicht, wenn der Sommer sich breit macht.
Auf einmal wird man jung und bleibt es auch.
Laue Nächte haben immer große Versprechen und ehrlicherweise muss ich sagen, dass sie es auch halten können, für mindestens 6 Stunden.
Da zum Beispiel macht es Klick, immer wieder ein Verliebtes. 
Sei es in das Leben, in die Situation, in den Typen  der mir einen ausgibt. 
Ich verliebe mich tausend Mal, in tausend Momente.
Dort bin ich unendlich.
Unendlich bis der kühle Morgen kommt und am Ende, man doch nur Mensch bleibt und kein Wunder.
Herz schlägt Kopf immer wieder.
-Dort macht es Klick-
Kein bleibendes, aber eins an das man sich erinnert -in schlechten Momenten.

Schnitt.

Meine Freunde.
Es ist ein freiwilliges und kein „ Du musst“  immer wieder ein „Ich gebe gerne“. Diese Liebe ist mehr als ein Klick, als der Moment in dem es passiert.
Es ist der Moment der niemals aufhört.
Wahre Freundschaft warnt vorher, nachher liebt sie.
Es ist wohl die bedingungsloseste Liebe , die immer klickt. 
Nicht immer im Takt , dennoch nie Offbeat.

Ich brauche keine Bekundungen, denn ich weiß welches Herz mit meinem Staccato geht.
Ich brauche keine blumigen Worte um doch einen Garten in mir zu wachsen.
Ich bin gesegnet.
Ihr seid mein Klick.

Schnitt.

Der Mann.
Kein Klick. 
Nicht sofort.
Dennoch klickst du dich fortwährend und mehr als verankert durch mein Leben. 
Es ist die größte Liebeserklärung und die Wahrheit.
Kein Herz und kein Takt konnte Schritt halten und auch nur annähernd verstehen, dass meins nur schlägt, wenn man es lässt.

Ich würde  es dir gerne einfach machen, aber sagt man nicht: 
Nach jeder Herausforderung , kommt die Belohnung?
Ich fragte nicht nach dir und trotzdem bist du mir in den Schoß gefallen.
Das Ende vom Lied ist der Anfang vom Nächsten und du der Soundtrack meines Lebens.

Schnitt.

Klick. Klick.Klick. 
Immer wieder. 
Ich weiß nicht wann es Klick macht- liebes Leben.
Ich weiß nur, ich möchte dass es bleibt.

Freitag, 27. Januar 2012

Lunge voller Leben


Wenn ich draußen stehe und die kalte Luft in meine Lungen ziehe, um mich herum  nur Felder, stelle ich mir vor dass dahinter die Welt nicht mehr existiert. Alles was man nicht sieht, ist  nicht da.

Die kalte Luft fräst sich in meine Lugenflügel und der große See vor mir, nebelt einen Schleier über seine Oberfläche.
Manchmal wenn die Sonne untergeht stehe ich dort und beobachte das rot, blau, gelbe Farbspiel, als wäre es nur für mich gedacht und dann komme ich mir so nichtig vor, wie ein klitzekleines Teilchen in einem Werk, welches auch ohne mich voran kommen würde.
Manchmal auch übersteigt meine Vorstellungskraft jegliche Talente, die ich im Stande wäre nur in meinem Kopf zu besitzen und manchmal bin ich Goliath im Zwergenland, der dir die Welt erklärt.

Ich denke oft daran, wie sehr wir gescheitert sind in unseren Annahmen die Welt passe in unsere Westentasche und das Leben wäre nur auf Lunge zu rauchen.
Ohne uns würde das Rad sich nicht drehen und ohnehin gibt es noch mehr zu entdecken als ein solches Rad.
Welche Revolutionen doch noch auf uns warten.
Ich habe das Leben mehr als 100 mal auf meine Lunge geraucht und geliebt bis an den Rand des Wahnsinns, auch wenn mein Herz dabei mehr als über die Hälfte gar nicht anwesend war.

Ich habe Sommer gekostet und mit dem Winter geweint, nicht weil er so schön sein kann und man ihm mehr und mehr unrecht tut, sondern weil er auch manchmal ein Herz bei Minusgraden ganz schön aus seiner Verfassung schütteln kann.
Ich habe das Leben gekostet, wie manch anderer nur zu träumen wagt.
Der Soundtrack meines Lebens ist laut, stinkig und voller prachtwürdiger Farben.
Ich habe Freundschaften geschlossen, ohne Bedingungen und Freundschaften verlassen, weil Menschen sich eben verlassen.

Ich habe unwirkliche Situationen gesehen, von Menschen geschaffen, welche sie aber dann als Wunder verkaufen und wahrlich es waren welche, ob gute oder schlechte, das sei dahin gestellt.
Ich habe ganze Bücher in meinem Kopf geschrieben und war mir der geselligste Gesprächspartner.
Ich hatte stets eine Antwort auf meine Frage und sei sie doch so simpel, so rührt sich innen etwas, ob gut oder schlecht.
Hauptsache es rührt sich.
Hauptsache es schlägt.

Ich habe mich klein gehalten, damit vielleicht jemand vorbei kommt und mir zeigt zu welchen großen Dingen ein Mensch imstande ist und bin doch gescheitert an manch einer Vorstellungskraft.
Ich habe Reichtum gelebt, solch einen den dir ein Geldstück kaufen kann und ich habe versucht in dürren Zeiten nicht nur mit Wasser zu kochen.
Denn Reichtum, habe ich gelernt, das ist ein innerer.
Im übertragenen Sinne habe ich mit Königen geweint und mit Bettlern gelacht, wobei ich selbst immer einer von ihnen war, zumindest auf Augenhöhe.

Das Leben hat mir viel abverlangt, aber nicht weil das Leben verkehrt ist oder weil ich alles falsch mache.
Auch meint das Leben es nicht schlecht mit uns, da bin ich mir sicher.
Aber was bei dem Einen fruchtet und ihn zufriedenstellt , ist des Anderen noch lange nicht der Garten seiner Träume.

Und so stehe ich am Feldweg, ganz getrennt von dieser Welt, gar nicht im Stande sich ihr auch nur angehörig zu fühlen und frage mich ob irgendwo am Ende meiner Sichtweite auch jemand sitzt und seine Lunge mit Leben füllt.



Dienstag, 17. Januar 2012

Tausend Tode und ein Leben.

Wir sterben jeden Tag.
Manchmal immer wieder aufs Neue.
Immerzu ein wenig.
Manche sterben sofort.
Ganz schnell, mit allem was sie haben, besitzen, waren und der Möglichkeit dessen, was sie hätten werden können.
Sie fallen um und der Puls holpert schwach im Staccato bis zur langen Linie.

Manche sterben tausend Tode .
An einem Tag .
Man sagt der Feigling stirbt tausend Tode, der Mutige nur einen.
Die Welt würde aus den Fugen platzen, wären wir alle Helden.

Manchmal stirbt auch eine Idee oder eine Vorstellung, wobei diese meistens nicht weiterkommen als an die Grenze jener Vorstellung derer , an die sie gekoppelt ist.
Wer erwartet, lebt und wer lebt, übt das Sterben jeden Tag ein bisschen,
jedenfalls im Rahmen seiner Erwartungen.
Ich habe mich oft an meiner Erwartung verschluckt, aber immer kam jemand im letzten Augenblick und klopfte mir auf den Rücken.


Auch Liebe stirbt.
Ich habe mich oft gefragt wo sie hingeht, wenn sie geht?
Und ob sie dort an diesem Platz vielleicht jemanden findet,
der ihr etwas von der Seele nimmt?
Manchmal da schläft die Liebe auch nur etwas ein, weil sie müde ist von dem ganzen Sterben und Erwarten, Hoffen, den Lügen und den Rechtfertigungen.
Man kann sie aber reanimieren.
Das sagt die Erfahrung.
Manchmal muss man den Tod einfach auf den Kopf stellen und der Sand läuft
in der Uhr noch einmal rückwärts.
Vieles ist möglich.

Ich habe ganze Lebensentwürfe baden gehen sehen, nicht wollen ist der Grund, nicht können der Vorwand.
Dann muss man sich neue Entwürfe machen.
Ich kämpfe trotzdem, auch wenn die Vergangenheit mir einen Strich durch die Zukunft macht.
Auch die Verzweiflung hat ihre Extase, habe ich gehört.
Wobei man manche Gedanken am liebsten verbrennen möchte.

Es war die schönste Zeit, wenn mir das bloß jemand gesagt hätte.
Ja, das macht der Tod.
Er bringt uns das Leben vor die Augen.
Und deshalb ist das Sterben gar nicht schlimm und ich habe keine angst, denn
nur wer lebt kann sterben und vielleicht sind tausend Tode und ein Leben einfach nur eine wirklich gute Art und Weise neu zu beginnen.

Mittwoch, 20. Juli 2011

Desolat


Manchmal da gibt es Tage da ist alles ok.
Alles.
Nicht wundervoll, schon gar nicht außergewöhnlich, auch nicht überragend, aber man sagt:
„Hey, es ist ok!“
Und dann gibt es Tage, wie diesen hier.
Jetzt.
Ich sitze hier in diesem JETZT,
draußen gießt es und es scheint als wären die Scheiben undicht und die Tropfen würden auf meinen Kopf plätschern.
Außen gießt es- innen gießt es.
Ich sehe scheiße aus.
Objektiv gesehen, wahrscheinlich nicht.
Wer braucht an solchen Tagen objektiv?
Ich fühle mich zumindest scheiße.
Ein stumpfer Tag.
Noch nicht einmal so einer, bei dem man sagt:
„Wow, ich geh dann später los, lass mich volllaufen und mit ein wenig Glück auch richtig durchnehmen, in einer Umgebung aufwachen, von der man am morgen davor nicht zu träumen gewagt hat.
Es gibt sie.
Diese Rock´n´Roll Momente.

Durchsaufen, Durchnehmen  Durchmachen, Durchringen , Durchhängen - LEBEN !!

Aber nein, heute ist ein verfickter, stumpfer Tag.
Es regnet.
Es gießt.
Mir ist fad.
Desolat.

Es nervt, dass du ständig in meinen Gedanken rumtrampelst.
Dass jede beschissene Minute- dass du einen Bruchteil von ihr ausmachst.
Ich hasse dein schönes Gesicht.
Noch mehr hasse ich all die Perfektion an dir.
Du bist so herrlich unperfekt an den richtigen Stellen, genau da wo es in der Rille knackt.
Ich hasse es, dass ich dich liebe.
Aber Liebe oder besser Hass, ist nichts weiter als eine lächerliche, kriminelle Unterabteilung von Liebe.
Ich will dass du dich verpisst.
Geh endlich.
Ich finde 2 Jahre sind genug.
Abo ist abgelaufen.
Ohne dich, bin ich besser wieder ich.

Ich finde uns kitschig.
Ekelhaft kitschig.
Neverending Story- für Arme.
Unfinished Symphony- für Taube.
Lovestory- für Blinde.

Geh einfach, geh zurück zu ihr und schwängere ihren Kopf mit deinen Bildchen.
Siehst du was du aus meinen Tagen machst?
Pure Kackofonie.
Puren, puristischen Scheiß.
An mir ziehen die Tage vorbei.
Menschen vorbei.
Gelegenheiten vorbei.
Hurerei vorbei.
Ich bin loyal- halte mich hin wie ein Stück Papier.
„ Hier Schätzchen, mal es an!“
Es gießt und gießt.
Der perfekte Tag zum depressiv sein.
Ich bin aber noch nicht einmal depressiv.
Maximal schlecht gelaunt vielleicht.
Stumpf.

Du stehst wahrscheinlich auf deinem Board-
mit deinem hässlich perfektem Gesicht.
Wie oft haben wir uns jetzt schon in die Hölle geschickt?
Und wie oft wieder fein säuberlich herausgezogen?
Wie oft wieder weg und wieder da?
Ich kann es nicht zählen, mir sind die Zahlen abgehauen.

Ich hab es versucht, weißt du?
Nicht einmal und schon gar nicht zweimal.
Ich bin aufgewacht -alleine.
Ich bin aufgewacht-neben anderen.
Ich habe sie geküsst.
Ich habe ihn geküsst.

Ich habe beide gleichzeitig geküsst.
Ich hatte stille Nächte: A la, fuck off, lass mich!!!
Ich hatte wilde Nächte: A la, fuck me, bloß nicht!!!
Ich hatte große Körper, kleine Körper, gute Körper, Seelenkörper, Liebeskörper.
Klänge, Stöhnen in meinen Ohren..
Ich hab es von vorne versucht.
Von hinten versucht.
Habe getrunken um dich wegzuwischen, zu vergessen.
Töricht- Alkohol konserviert.
Gesichtslose Fratzen.
Nicht lieben - ficken !!!!
Lieben war ja für dich reserviert.
Geh jetzt einfach, geh.
Wie du siehst es wird Zeit.

Heute ist ein verfickter, stumpfer Tag.
Es regnet.
Es gießt.
Mir ist fad.
Desolat.





 


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