Kurz bevor die Sonne aufgeht, ist die Nacht am dunkelsten.
Schlaflos drehst du deine Runden, einmal kopfüber.
Festgekettet in Gedankenschleifen, die nächste Fahrt geht rückwärts.
Innerlich pocht der Wecker, rennt seine Runden, immer einen Sprint
schneller als du selbst.
„Du atmest Unglück ein und aus, Kate.“
Halt dich, halt dich an deiner Liebe fest.
Die Nacht ist die Mutter der Gedanken.
Komm´ schreibe ihr ein paar wunderverzerrte Zeilen, heilige ihre Mittel,
nutze ihren Zweck.
Der warme Schoß bebt.
Die jungfräulichen Versuche einer Frühlingsnacht auf nassem Rasen.
Im Leichtsinn des Unbekannten, dann sind wir am besten, weil Versuchung und Lust schon immer die beste Raffinesse bilden.
Wohl geformte Brüste im Mondlicht, nasse Hände, mach´ ruhig schneller.
„Komm lass uns lieben bis ans Ende.“
Es gibt immer für jedes Ende ein meist gut gemeinten Anfang.
Panik in deinen wunderhübschen Mädchenaugen.
Die Welt geht nicht unter, wenn einer geht, sie dreht sich weiter.
Trennen ist immer ein bisschen wie sterben.
Der beste Rat ist dann wohl der, dass manche Tode wirklich keine Erklärung haben und andere ein Segen sind.
Der Rückblick hilft dem Hinblick fast ungefragt.
Es ist nach jedem Tag Abend geworden.
Es wird dich jemand lieben.
Vertraue mir.
Ich sehe dich meine Straße auf und ab laufen.
Stöckelnd und balancierend auf dem weißen Strich und doch beißt sich dein Gesicht mit meinen Vorstellungen.
Die durchbohrten Venen, diese Figur.
Man findet immer etwas womit man gerne tauschen würde, denke ich mir und ziehe den Bauch ein.
Du gehörst zu meiner Nacht.
Ich grüße dich in Gedanken, bleib noch ein bisschen.
Lebe.
Ich seufze und erinnere mich:
Nachts glaubt so mancher Atheist halb an Gott.
Nachts.
Schlaflos, schlaflos, schlaflos in Berlin.
