Hetzende Massen,
an Ecken, auf vollen Geraden.
Haut an Haut,
Mensch an Unmensch.
Wirbelnde Fetzen
vollgepackte Hände,
die aus allen Falten krümeln.
Schöne Züge abgelenkt durch
zerlebte Fratzen.
Einer hier und der andere
weiter weg.
Nah genug zum Gucken,
weit genug zum Interessieren.
Die Züge rattern.
Geschweige von denen im Kopf.
Man kennt seine Bahnhöfe.
Klangkulisse.
Was soll man noch sagen,
wenn man das
eigene Wort nicht versteht.
Dreck klebt an der Sohle,
Blaue Haare, rote…
Dort ein gut geföhnter blonder Schopf,
abgestimmt mit der Garderobe.
Zarte Perlenohrringe wippen,
hin und her und hin und her im Takt.
Dort schnell einen Groschen in den Becher,
für das christliche Gewissen.
Sprachen Wirr-Warr.
Babylons Bahnhof der Moderne.
Alle atmen die gleiche Luft,
jeder pustet seinen Dialekt.
1,2,3,4, zählt man Pfosten,
Barrieren aus Fleisch
in der Zeitlosigkeit.
„Steh nicht im Weg, geh weiter..“,
raunt es unisono aus allen Mündern.
Dort ein lebloser Körper,
hingegossen auf der Treppe.
Es schaut keiner hin,
es fehlt die Zeit.
Was auch um die Leblosen kümmern,
wenn das Leben weiter atmet ?!
Kein Zucken.
Die Kleidung ist ordentlich.
Sie macht das nicht der Routine wegen,
das ist wohl aus dem Konzept gefallen.
Stabile Seitenlage.
Ein, zwei, die sich erbarmen.
Es muss ihr Glückstag sein.
„Hat sie noch Puls?“
„Ja, hat sie.“
Oben tönt die Bahnsirene,
schnell, schnell, jetzt muss es schnell
Es wartet ein Niemand.
„Hey, sie hatte Puls !“
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