Ich trage dich bei mir.
Seit 2 Wochen liegst du mir schwer auf der Tasche und auf dem Herzen.
Donnerstag.
Ich wusste du würdest in meinem Briefkasten liegen.
Quadratisch, gefaltet, zugeklebt, frankiert.
Ich habe lange an dich gedacht.
Nummern gewählt, im Kopf sämtliche Optionen optimiert, das hin und her halt hin und her gewälzt.
Ich war unruhig, mehr als das, ich habe Runden in meinem Bett gedreht und bin morgens kopfüber aufgewacht.
Wählte ich deine Nummer, so bekam ich einen regelmäßigen Klingelton,
der nicht abriss und verbindlich durchhielt, bis ich einfach auflegte.
Ich wusste du würdest in meinem Briefkasten liegen.
Quadratisch, gefaltet, zugeklebt, frankiert.
Ich habe lange an dich gedacht.
Nummern gewählt, im Kopf sämtliche Optionen optimiert, das hin und her halt hin und her gewälzt.
Ich war unruhig, mehr als das, ich habe Runden in meinem Bett gedreht und bin morgens kopfüber aufgewacht.
Wählte ich deine Nummer, so bekam ich einen regelmäßigen Klingelton,
der nicht abriss und verbindlich durchhielt, bis ich einfach auflegte.
Eigentlich funktioniert jeder Tag gleich.
Morgens der Wecker, frech nimmt er immer die gleiche Zeit in Anspruch.
Die kühle Dusche, spült die Nacht weg.
Spült die Schwere weg , manchmal auch einen Menschen, den man nicht "zum bleiben" braucht, den man aber manchmal braucht.
Die Tropfen auf meiner Haut.
Pitsch platsch nass.
Ich lasse mir die Geschichten durch die Poren rinnen.
Auf Stufe drei gibt der Durchlauferhitzer immer sein bestes.
Bis es weh tut, bis man sich spürt, bis die Haut rot ist.
Ich trage dich bei mir, im schwarzen Kalender.
Quadratisch, gefaltet, zugeklebt, frankiert.
Silbe für Silbe drückt es sich durch, durchgepaust ins Herzarchiv.
Kein schlimmes Wort, keinen Vorwurf , nicht einmal viele kleine.
Triffst jeden Ton so passend.
Der Sommer, wie der Cellist vor dem Französischen Dom,
Quadratisch, gefaltet, zugeklebt, frankiert.
Silbe für Silbe drückt es sich durch, durchgepaust ins Herzarchiv.
Kein schlimmes Wort, keinen Vorwurf , nicht einmal viele kleine.
Triffst jeden Ton so passend.
Der Sommer, wie der Cellist vor dem Französischen Dom,
mit wiegenden Tönen an einem lauen Abend.
Nur du und ich und du und ich und du und ich und loop.
Nur du und ich und du und ich und du und ich und loop.
Nun pochen alle Bilder.
Es klopft und klopft an das Gedächtnis, durch all die Zeilen die du mir schreibst.
Es gibt dich.
Es klopft und klopft an das Gedächtnis, durch all die Zeilen die du mir schreibst.
Es gibt dich.
In den letzten Winkel habe ich dich gelassen,
manche nennen es Seele, manche sagen sie wiegt 21 Gramm,
manche hingegen, sagen es ist ein Ort, wo niemand wirklich hin kann.
Und so wählte ich deine Nummer weiter und bekam einen regelmäßigen Klingelton,
der nicht abriss und verbindlich durchhielt, bis ich einfach auflegte.
Die Tage füllen sich.
Der Winter schneit mich ein, langsam verschwindet er und ich hoffe,
Der Winter schneit mich ein, langsam verschwindet er und ich hoffe,
dass die Jahreszeiten dich verblassen lassen.
Von dunkel zu hell, von hell zu dunkel.
Von kalt zu lau.
Von dunkel zu hell, von hell zu dunkel.
Von kalt zu lau.
Die Worte in dem Brief wie Balsam und Strafe zugleich.
Ich erinnere mich warum du jener für mich bist.
Warum sich für dich etwas regte, sich weiter regte als du schon längst fort warst.
Was nie anhält, was Bänder schafft, Verbindungen knüpft.
Je weiter du bist, desto näher kommst du.
Mein Geheimnishüter und Vertrauensträger.
Als du weg warst und ich nicht wusste ob du wiederkommst,
fehlte mir ein Arm oder jede zweite Atemzug.
Und alles was mir bleibt sind 7 Seiten.
Ein enggeschnürtes Du und ich, was kein Ende findet.
Und so finden wir uns nie wirklich, ohne uns auch zu verlieren.
Ich bin gefangen in dir.
Seit 2 Wochen liegst du mir schwer auf der Tasche und auf dem Herzen. Seitdem der Brief kam, mit dem Absender:
Justizvollzugsanstalt Lüneburg.

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