Finde es heraus.

Freitag, 23. Juli 2010

Phrasenalphabet








„Als Niemand anrief wusste ich dass du es warst“
„Tuuut“, klinget das innere Telefon. Ich hebe den Hörer ab, um festzustellen ob ich die letzte Rechnung gezahlt habe oder das ewige , endlose Freizeichen weitere Münzen erfordert für den Warteautomaten.
Wie die Parkuhr, eben lästig, aber nun einmal da.

Ich betrachte dein Bild.
Am Strand mit weißem Shirt. 
Ich glaube, es geht dir gut.
Es verlangt ja anderseits auch nicht viel von Einem, wenn man sich nur um sich selbst kümmern muss.
Ein „Du und jemand anderes“, fordert ja etwas, nämlich Kompromisse oder im schlimmsten Fall:
Dich & jemand Anderen.

„Man kann den Kummer nicht wegficken, aber man kann es immer wieder versuchen“,
höre ich im Echo und versuche diese Gleichung zu verstehen.
Es ist mir noch nie gelungen.
Kannst du das?
Immer wieder versuchen, ist wie immer wieder auf die heiße Herdplatte fassen.
Wir wissen doch wie das geht.
Einmal anfassen, Blasen erleben, Wunden pusten.
Der Rhythmus ändert sich, 
vielleicht das Laken, der Beigeschmack bleibt derselbe.
Fad legt er sich fortwährend zu Bett.

„Ich bin voll mit Erinnerungen.“
Voller vollgeschriebenen Briefe, auf Papier und im Erinnerungszentrum.
Du hängst an deiner Uhr-vielleicht.
Ich an meinem Schrank, von meinem Vater.
Alte, vergilbte Polaroids, blass gelegen in alten Abstellkammern.
Eingefangene Sommermomente, manchmal auch Winter.
Warmgetrunkene Münder und lachende Worte.
Wie Versprechen.
Nur versprechen wir uns alle viel zu oft.

„Lass die Leute reden, denn sie reden über jeden.“
Er  hat, sie hat, hast du schon, wie er es ihr hat.
Hast du schon gehört.?
Wir leben und lieben durch andere- manchmal ein Stück mit, 
weil wir dann erst anfangen zu leben, aus Schadenfreude oder Gehässigkeit.
Wer gönnt seinem nebenan schon die Butter, wenn er selbst zur Margarine greift?
Sie lebt für drei und er bekommt nicht mal sein eins zu Stande.
Die drogenverschwommenen Acht-Uhr- morgens Anrufe und dennoch bist du nur ein Mensch.
Ruf mich weiter an, ich höre dir zu.
Weil du für mich mehr bist als genau das Reden und all die Geschichten dahinter!
Lass uns unsere eigene schreiben und vielleicht nur deshalb, um ihre widerlegen zu können.

„Kein Schwanz ist so hart wie das Leben“
Deiner vielleicht doch?


 „Jede Trennung klaut einem ein Lieblingslied“
Was ist schon ein Lieblingslied, im Vergleich zum Soundtrack deines Lebens?
Du und ich unterwegs auf Mallorca in einem Ford KA.
Ein warmer Tag.
Wir pendeln von Bucht zu Bucht.
Das Auto macht Geräusche.
Dann kommt dieses Lied.
Du liebst U2.
Ich liebe dich.
Bono singt, ich höre was er zu sagen hat.
Ich schaue dich an.
Nur du & ich.
Kein Geld, die Herzen voller Träume.

„Ich würde über mich auch nicht hinweg kommen“
Und das sage ich nicht nur, weil mir nichts anderes einfällt,
das sage ich weil es tatsächlich so ist.
Ich kenne im Grunde genommen wenige, bei denen es sich lohnt, länger zu bleiben als auf einen Kaffee, dessen fader Nachgeschmack am Gaumen nachhallt.
Oscar Wilde sagte einmal: 
"Die Liebe zu sich selbst, ist der Beginn einer lebenslangen Romanze“
Es gibt Gründe, warum ich über diesen Satz auch nicht hinweg gekommen bin.

„Die erste Liebe ist ja schön und gut. Für mich zählt  die letzte Liebe, nur daran bin ich interessiert.“
Was du in der Vergangenheit gemacht hast,macht dich zu dem,was du jetzt bist.
Danke dafür, da musste ich allein durch.
Denn was interessiert mich das Gestern, wenn ich Dich doch morgen erwarte.
Es wird wunderbar.
Ich glaube daran.
Und ganz gewiss glaube ich auch an uns.

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