Finde es heraus.

Montag, 2. August 2010

Stateless




Gefühlte Restfetzen,
irgendwo zwischen wissen wollen,
fühlen können.
Tag für Tag, lebst du dich ein wenig hinweg.
Weg von gestern.
Von ihr.
Von ihm.
Von sich selbst.

Ich stehe auf.
Die Füße berühren den Boden.
Wacklig unter all der Last,
wie zwei falsch
zusammengeschraubte Glieder.
Nach einer durchzechten Nacht.
Wirbelt Restgefühl,
anstandslos im Magen.
Wie schlecht verdauter Fisch,
ein übler Nachgeschmack.

Das Herz pocht unbekannte Rhythmen.
Der Gedanke, wankt zwischen
erinnern wollen und unbedingt vergessen.
Der Schoß noch warm.
Von letzter Nacht.
Vom letzten Akt.
Vom Rest der Gedankenlosigkeit.
5 Minuten freier Fall.

Gedanken gehen fremd und der
Körper zuckt zu fremden Herzschlägen.
Poch, poch, poch…wie weit bist du?
Wie weit weg von dir?
„You can cover the world with your thumb!”
Holzschachtelwelt.

Steine im Magen,
unverdaulich,
unaufhörlich.
Schönes Mädchen mit blauen Augen
und lachendem Gesicht.
Hinter all den Farben-
niemand sieht dich.

Und alles was bleibt sind Kästner´s Worte:

„Man fühlt, man könnte einem was bedeuten.
Es ist nur traurig, dass es ihn nicht gibt.
Und dann umarmt man sich mit fremden Leuten
Und wird zu einer von den vielen Bräuten,
Die sich nur lieben lässt und selbst nicht liebt.“

Das Mädchen geht und traurig nickt.



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Pixelherzen