Ich streiche über das Papier, das fünfte oder sechste.
Die Worte füllen nur Fläche.
Keinen einzigen Sinn.
Geschriebene Striche in Reihenfolge.
Worte, ordnungsgemäß und doch nichts sagend.
Aneinander gereihte Erinnerungsfetzen und
doch nicht annähernd so bunt beschrieben, wie erlebt.
Die Hände, braun und weiß, ineinander geflochten.
Nicht weil sie müssen, sondern weil sie keine andere Wahl haben.
Weil sie dort anfassen wo keine Silben Platz nehmen.
Wo sie treffen, direkt in die Mitte.
In manchen Tätigkeiten kann man sich finden, in anderen verlieren.
Das Holz atmet aus seinen Poren und ich sage
lächerlich Dinge um die Stille zu überlisten.
In unseren Worten schwang viel wenn und aber.
Zwischen den Sätzen machten wir lange Pausen, die im Bauch schmerzten.
Einen echten Vorwurf machten wir nicht.
Dafür hundert winzige falsche.
Es kommt der Spruch in Sinn, der mit dem Mutigen und dann mit dem Feigling.
Ich denke zurück.
Wie ich auf schwachen Beinen wanke, in die Summe aller „Aber…“.
Wie ich unaufhörlich nach dem Anker suche, den beide nicht bereit sind zu setzen.
Wie deine Bilder in meinem Kopf ihr Reihenhaus bauen.
Was wohl blaue Augen mit einem Paar braunen für eine Lösung ergeben?
Wie es ist, in einem Zelt voller du und ich einzuschlafen, obwohl die Luxussuite nebenan frei ist.
Wie die Finger mein Gesicht berühren und du leise meinen Namen sagst.
Und ich dir ein Stückchen dieses Namens überschreibe.
Schön.
Nicht außen, nicht nur.
Innen.
Wie zwei Hälften ungewisser Weise, aus Furcht und Feigheit nie die Möglichkeit bekommen ein Ganzes zu werden.
Weil niemand den Regen abwarten wollte, um zum Regenbogen zu kommen.
Und all das ohne ein Abschiedskuss, denn Abschiedsküsse versprechen ein Wiedersehen und Versprechen liegen uns nicht.
Papier.


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