Gestern hast du geweint.
Den Tag davor auch,
die Jahre davor- ganz zu schweigen.
Und du durchkreuzt Wege und legst Steine in den Weg.
Verpasst die Aufmerksamkeiten des Lebens.
Bemerkst nicht die Sonnenstrahlen vor deiner Tür.
Blass sitzt du vor ergrauten Bildern, die im Inneren farbenprächtig
und bunt pulsieren.
Nährst dich an fremden Körpern.
So bist du eine von den vielen
und doch stehst du auf geliebt - ungeliebt,
auf wackligen, stolzierenden Beinen in deine stille Welt.
Wie oft habe ich dir den Kopf gehalten mit meinen Worten?
Und so ist alles offensichtlich.
So tickt die Uhr für jeden vorwärts,
nur du zählst die Minuten rückwärts.
Du klammerst dich so gerne an Details.
An kleine Hoffnungsträger und mögen sie so winzig sein,
dass sie nur einen Hauch von Möglichkeit deuten.
Und so blühen Blüten und es färben Blätter
und dein Kummer bleibt der Gleiche,
unabhängig von der Wiederholung aller Jahreszeiten.
Und die Farbe der Tapete an den Wänden wird immer fahler
und grauer vor lauter Zigaretten und rauchender Gedanken.
Und ich sehe dich dort sitzen,
auf dem Couchparadies mit blass werdenden Bildern und
bunt geweinten Tränen.
Und du suchst kleine Inseln der letzten Möglichkeiten,
jedes WENN und ABER stolziert ganz groß aus deinem Mund.
Dennoch jedes ABER und jedes WENN führt in die gleiche Straße und die heißt:
Er liebt dich nicht.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen