Wir gehen.
Überall.
Wege.
Um die Ecke.
Manchmal zusammen.
Dann getrennt, manchmal auch nur ein Stück.
Im Grunde, doch stets bei sich und vielleicht
nie ganz , wirklich ganz zusammen.
Wir gehen Beziehungen ein.
Die ganz großen.
Dann auch die zweckmäßigen.
Die wegen der kalten Nächte und der schlechten
Kompromisse.
Manchmal lieben wir im Light- Format, damit
der Kummer hinterher keine XXL-Hose braucht.
Manchmal lieben wir für eine Nacht, oft sogar lieben
wir nur diese Nacht.
Wenn wir uns schwitzend wenden und Löcher reißen und
seien es, Gott sei Dank, nicht immer die eigenen.
Manchmal geht man zu seinen Eltern.
Und dankt ihnen in Gedanken, was sie
doch für Wunder vollbracht haben, weil
Sie doch um so ein weiteres, großartiger sind als
das was man zu werden hofft.
Es gibt auch das Gegenteil.
Aber auch Gegenteile haben Erinnerungen.
Schlecht hat als Konkurrent immer wenigstens
passabel.
Manchmal geht man in Gedanken ganze
Länder ab.
Schläft unter Palmen und surft auf den
Wellen des Lebens.
Riecht den Alltag hinweg, durch Jod und
Kokosöl, auf dem kreischenden Bürostuhl, deiner
warmgelaufenen Bilder.
Wir gehen Freundschaften ein.
Lieben bis aufs Blut, fetzen bis aufs Messer.
Manche trennen sich, die ganz glücklichen,
verändern sich nur.
Unberührte erlischen unbemerkt, aber auch das
ist des Weges wert.
Hass ist nichts weiter als eine kriminelle
Unterabteilung von Liebe.
Manchmal verflucht man sich und manchmal
fehlt jeder weitere Atemzug, weil FRÜHER kein
Ort ist zu dem man fahren kann.
Überall.
Wege.
Bist du schon einmal falsch abgebogen?
Es sind lauter Pfade von Mensch zu Mensch.
Von Familie, zum Liebhaber, zur Liebe, zum Freund, Vertrauten.
Im Nachhinein weiß ich Dinge immer von Anfang an.
Und doch sagte einmal ein schlauer Mann:
"Stell dir vor dieser Schmerz wäre echt. Das Leben wäre nicht auszuhalten."
Steh auf und geh weiter, an Kreuzungen begegnet man sich.

Deine Worte sind das Eintauchen des Pinsels in Farbkartuschen - Deine Texte Gemälde. - Nein! die buntestesten Welten!
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